Fokkers Erfolge mit der M. 5

Fokker nutzte nun die Gelegenheit und beteiligte sich so oft er nur konnte an Schaufliigen bei denen er seine M.5L auch zum Kauf anbot. Mit diesem neuen Flugzeug fiihrte er auch am 18.Mai 1914 in Frankfurt am Main erstmals Kunstfliige durch, wie sie zuvor nur der franzosische Flieger Pegoud wagte ]).Uber einen dieser Schaufliige schrieb auch die D. L.Z. im Juni 1914.[4] [5]). Der Artikel gibt nicht nur Aufschluft liber die Fahigkeiten Fokkers als Pilot, sondern gewahrt auch einen Einblick in die Leistungsfahigkeit seines neuen Flugzeuges. Wahrend solcher Schaufliige demonstrierte er auf eindrucksvolle Weise die Uberlegenheitder M.5L und flog sie oft ganz dicht an ihre Grenzen heran. Sein Ruf als einer der besten Flieger seiner Zeit kam dabei gut zur Geltung. Mittels Anzeigen bot er das Flugzeug in der Zeitschrift "FLUGSPORT" am 6.Juni 1914 an. In dieser Anzeige preiste er die Maschine als tauglich fiir sowohl Kunstflugiibungen als auch fiir den Militar-Einsatz.

Am 14.Juni fand auf dem Flugplatz Wanne-Herten ein Schaufliegen statt, an dem Fokker mit seiner neuen Maschine teilnahm. Ein Unfall an diesem Tage machte eine Reparatur des Flugzeugs notwendig).

Fokkers Erfolge mit der M. 5

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Werbung fiir Fokker Eindecker.

Die Inspektion der Fliegertruppe (Idflieg) zeigte sich an der M.5L Variante interessiert. Am l8.Juni wurde sie im Beisein von Heeres-Offizieren vorgeflogen. Mit diesem Vorfliegen begeisterte Fokker den deutschen Kriegsminister General von Falkenhayn derart, daft er sich fiir die Beschaffung dieser Flugzeuge einsetzte. Das war der Durchbruch fiir Fokker, der zunachst einen kleinen Auftrag iiber zehn seiner Flugzeuge des Typs M.5L erhielt, die im Heeres-Einsatz erprobt werden sollten. Als Antriebseinheit fiir die Serienproduktion sah Fokker den 80 PS 9-Zylinder Umlaufmotor U. O der Firma Oberursel vor, dessen Production in Kiirze anlaufen sollte.

Er hatte sein Ziel erreicht. Fokker liefi seine Konkurrenten hinter sich und flog ihnen mit der M.5L davon.

‘) Deutsche Luftfahrer-Zeitschrift Nr.13: S.307 vom 24.Juni 1914, – Unfall des Sturzfliegers Fokker. Auf dem Flugplatz Wanne-Flerten beschiuhgt der Sturzflieger Fokker bet emerzu steilen Landung, diedurch eine Motorpanne verursacht nurd, semen Apparat erheblicb.*

Kaum ein Flugzeughersteller war in der Lage der Leistungsfahigkeit dieser Maschine etwas entgegenzustellen. Im Juni 1914 wurde das erste Flugzeug dieses Typs ausgeliefert. Alle Offiziere die damit beauttragt waren, Erfahrungen auf dem neuen Тур zu sammeln, waren von ihm begeistert. Allerdings hatten die Piloten Probleme mit der Umstellung von den, mit Reihenmotoren bestiickten, "Tauben", auf denen sie gelernt hatten, auf die, mit Umlaufmotoren bestiickten, Fokker. So kam es bald zu einem Unfall, dessen Ursache nicht einwandfrei geklart werden konnte. Vermutlich aber stiirzte die Maschine infolge Motorschadens durch falsche Bedienung des Oberursel-Triebwerks ab, bei dem der Pilot des neuen Prototyps der Fokker M.6 getotet wurde ‘). Als Resultat hieraus mufiten samtliche Piloten nun eine Umschulung auf das neue Flugzeug machen, die auf Fokkers personlichen Kosten und in seiner Flugschule zu erfolgen hatte. Zu diesem Zweck liefl er eine Variante der M.5L bauen, die neben dem Piloten einen weiteren Platz fur den Fluglehrer bot und mit einer doppelten Steuereinrichtung ausgestattet war.

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